Heilpraktikerfortbildung

in Ausleitungsverfahren

Was sind Ausleitungsverfahren?
Ab- und Ausleitungsverfahren zählen zu den ältesten naturheilkundlichen Behandlungsverfahren und lassen sich in abgewandelter Form in allen Volksheilkunden wieder finden. Diese heutzutage immer noch wichtigen therapeutischen Ansätze finden ihren Ursprung in der mittelalterlichen Humoralpathologie, der „Viersäftelehre“.

Die Ursache von Erkrankungen wurde nach der „Vier-Säfte-Lehre“ in einer fehlerhaften Zusammensetzung des Blutes sowie anderer Körperflüssigkeiten (Schleim, gelbe Leber- und schwarze Milzgalle) gesehen. Mittels der Ausleitung bzw. Ableitung von schlechten oder im Überschuss vorhandenen Säften, wurde dem Körper zu einer Eigenregulation verholfen.

Dem Wiener Arzt und Forscher Bernhard Aschner (1883–1960) ist es zu verdanken, dass sowohl die Humoralpathologie, als auch der Nutzen regulativer Therapien wie die Ausleitungsverfahren neu entdeckt und zu einer grundlegenden Basis der aktuellen Naturheilkunde wurden.

Lehrinhalte

Im Rahmen dieser 3-teiligen Ausbildung werden Sie sowohl die Grundlagen der Humoraltherapie und Konstitutionstherapie als auch die Anwendung der Ableitungsverfahren und Ausleitungsverfahren in zeitgerechter und fundierter Form kennen lernen. Damit steht Ihnen ein breites neues Feld an Naturheilverfahren zu Verfügung.

1. Teil des Ausleitungsseminars

  • Geschichte, Grundlagen und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zur Humoralpathologie und Humoraltherapie
  • Darstellung der Konstitutionstherapie
    (Einteilungssysteme der Konstitution wie z. B. Irisdiagnostik, Anwendungsmöglichkeiten, Therapieprinzipien)
  • Grundlagen der Reflexzonentherapie am Rücken (Myogelosendiagnostik, Lokalisation der Reflexzonen)
  • Theorie und Praxis des Baunscheidtieren
  • Theorie und Praxis des Schröpfens
    (blutig und unblutig, sowie Schröpfkopfmassage)

2. Teil der Fortbildung

  • Bearbeitung von Fragen zur Theorie und Praxis aus dem 1. Seminarteil
  • Theorie und Praxis des Aderlass
    (Geschichte, Indikationen, Punktionstechniken)
  • Theorie und Praxis des Cantharidenpflasters
  • Ableitende Verfahren im Bereich Haut, Gastrointestinaltrakt, Leber und Niere
    (Phytotherapeutische und homöopathische Anwendungen, Symbioselenkung, Wickel und Einläufe)

3. Teil der Ausbildung

  • Bearbeitung von Fragen zur Theorie und Praxis aus dem 2. Seminarteil
  • Theorie und Praxis der Blutegeltherapie
    (Blutegel, Geschichte, Wirkungsmechanismen, Inhaltsstoffe, Indikationen der Therapie)
  • Theorie und Praxis der nasalen Reflexzonentherapie nach Krack
  • Entwicklung von Therapieplänen in der Praxis

Ziel des Seminars ist nicht nur Ihnen einen breiten theoretischen Hintergrund zu liefern,
sondern Sie auch zur Praxisreife zu führen.
Dies bedeutet: neben der theoretischen Wissensvermittlung liegt der Schwerpunkt in der
Anwendung praktischer Fertigkeiten in Ihrer Naturheilpraxis.

Der Dozent

Dr. Adrain Steinmetz, Hannover

  • seit 1997 Heilpraktiker
  • seit 2006 Approbation als Arzt
  • Dozent an verschiedenen großen Heilpraktikerschulen
  • Schwerpunkt: Tumorerkrankungen, Ausleitungsverfahren

Kursgebühr

nur 190 €

je Einheit (Wochenende)

Termine

4./5 August, 18./19 August, 1./2. September
Heilpraktiker-Intensivschule, Große Johannisstr. 13, 20457 Hamburg

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